Lanzarote Sehenswürdigkeiten: El Golfo

Einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote ist der Ort El Golfo mit seinem grünen See. In diesem Beitrag werde ich den Ort und die Sehenswürdigkeiten etwas näher beleuchten.

Der Ort El Golfo

Der Ort El Golfo hat ca. 170 – 180 Einwohner und gehört der Gemeinde Yaiza an. Er ist sehr leicht über die Straße LZ-2 in Richtung Playa Blanca Lanzarote zu erreichen.

Viele Orte Lanzarotes haben ihren Ursprung als Fischerort. El Golfo ist noch heute ein idyllischer Fischerort. Dies ist einer der Gründe, warum die Fischrestaurants bei den Touristen sehr beliebt sind.

Ein weiterer erwähnenswerter Aspekt von El Golfo ist der Wind. Dieser ist dort oft sehr stark. Obwohl man die Hitze durch den Wind oft nicht merkt, sollte jedes mal Sonnenschutz aufgetragen werden!

Der grüne See von El Golfo

Die Hauptattraktion von El Golfo ist der grüne See. Bei dem See handelt es sich den Krater des Montaña de Golfo der halb im Meer versunken ist. Dadurch hat sich eine Lagune gebildet, in der ein grüner See vorzufinden ist.

El Golfo See

Der See hat seine Färbung durch Algen bekommen, die sich der Umgebung angepasst haben. Leider hat sich im Laufe der Zeit ein ungleichgewicht entwickelt, was dazu führt, dass der See langsam austrocknet. Irgendwann wird dieser wahrscheinlich nicht mehr vorhanden sein und El Golfo verliert seine Hauptsehenswürdigkeit.

Das Mineral Olivin

Rund um den Ort El Golfo, insbesondere an dem Strand, wo aufgrund der starken Strömung nicht geschwommen werden sollte(!) ist das Mineral Olivin vorzufinden. Es besteht aus verschiedenen kleinen grünen Kristallen und wird vor Ort auch oft in den Souvenirläden verkauft. Ich persönlich finde es interessanter selber auf die Suche zu gehen.

El Golfo

Das Mineral kommt sogar recht häufig vor und ist teilweise sogar in Deutschland Vertreten. Dennoch ist es auf Lanzarote sehr einfach an der Oberfläche zu finden, was die Suche sehr interessant gestaltet.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Natur der Insel

Die einzigartige Natur von Lanzarote wurde durch die vulkanische Geschichte der Insel geprägt. Lanzarote wurde am 7. Oktober 1993 von der UNESCU zum Biospherenreservat erklärt.

Pflanzenwelt

Die Lavaoberfläche der Insel ist nicht für jede Pflanze etwas. Im Laufe der Jahre nach den Vulkanausbrüchen haben sich viele robuste und seltene Pflanzen angesiedelt.

In den Lavaflächen haben als erstes verschiedene robuste Moosarten ihr neues zu Hause gesucht. Heute gibt es verschiedene gängige Pflanzen und sogar verschiedene endemische Pflanzen auf der Insel. Das sind Pflanzen, die es nur auf Lanzarote oder auf anderen Inseln der Kanaren gibt.

Jardin de Cactus

Jardin de Cactus Lanzarote Natur

Jardin de Cactus,
Bildnachweis: Turismo Lanzarote, www.turismolanzarote.com

Das letzte große Werk von César Manrique war der Kaktusgarten Jardin de Cactus. Die Beschaffenheit von Lanzarote eignet sich sehr gut für Kakteen und Aloe Vera Pflanzen.

Jardin de Cactus liegt nördlich des Touristenortes Costa Teguise, im Ort Guatiza und ist über die Straße LZ-1 erreichbar. Am Eingang des Jardin de Cactus steht ein acht Meter hoher Metallkaktus.

Kaktusskulptur

Kaktusskulptur vor dem Eingang des Jardin de Cactus
Bildnachweis: Turismo Lanzarote, www.turismolanzarote.com

Manrique entwarf im Jahre 1970 die Pläne des Gartens. 1989 wurde mit dem Bau des Gartens begonnen. 1991 konnte er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Kakteengarten wurde in einem alten Steinbruch errichtet. Im Norden des Kaktusgartens befindet sich die Maismehl Mühle „Gofio“. Die Mühle wurde 1973 restauriert und heute hat man von der Mühle aus eine Aussicht über den gesamten Garten. Noch heute wird in dieser Mühle Meismehl gemahlen.

La Geria

Die Ortschaft La Geria ist das größte Weinbaugebiet der Kanaren. Das Interessante an diesem Weinbaugebiet ist, dass jede Pflanze eine eigene Mauer besitzt. Die Felder wurden so angelegt, damit der starke Wind der Insel die Pflanzen nicht zerstört.

Lanzarote Wine Run

Jährlicher „Wine Run“ in La Geria
Bildnachweis: Turismo Lanzarote, www.turismolanzarote.com

Einklang der Natur und Landschaft

Die Landschaft wurde durch unzählige Vulkanausbrüche geprägt. Insbesondere der Timanfaya Nationalpark hat ein sehr einzigartiges Bild.

César Manrique hatte sich zur Aufgabe gemacht Lanzarote zu einem der schönsten Orte der Welt zu verwandeln. Als Umweltschützer war er stets daran interessiert, ein Leben mit dem Einklang der Natur zu fördern. Dies schaffte er durch verschiedene Werke, die heute zu jeder Urlaubstour dazugehören.

Auf den folgenden Seiten finden Sie mehr Informationen über das Biosphärenreservat Lanzarote: http://www.turismolanzarote.com/de/biospharenreservat, https://de.wikipedia.org/wiki/Lanzarote

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Jameos del Agua

Jameos del Agua ist eine von César Manrique errichtete Kunst- und Kulturstätte im Norden von Lanzarote und liegt in dem Gebiet der Gemeinde Haría. Die Touristenattraktion ist über die Straße LZ-1 erreichbar.

Jameos del Agua

Das Werk wurde in einer teilweise eingestürzten Lavaröhre, die im Lavafeld des Vulkans Monte Corona liegt gebaut. Heute umfasst der Ort einen Pool, verschiedene Restaurants und verschiedene Veranstaltungsmöglichkeiten, sowie das Haus der Vulkane, einem Museum über Vulkane.

Jameos Del Agua Sonnensegel

Geschichte der Jameos del Agua

Die Geschichte des Kulturzentrums begann vor ca. 3000 – 4500 Jahren. Es bildete sich ein unterirdisches Höhlensystem. Das Höhlensystem ist durch die Verfestigung von Lavamassen entstanden.

1960 entschied die Inselregierung, den unteren Teil der teilweise eingestürzten Höhle in ein Kunst-, Kultur- und Tourismuszentrum umzuwandeln. Der Naturschützer, Architekt und Künstler César Manrique nahm sich dieser Aufgabe an und schaffte ein weiteres Werk auf seiner Heimatinsel.

Schlussendlich wurde die Anlage um das Höhlensystem im Jahre 1966 eröffnet.
Jameos del Agua Restaurant

Cueva de los Verdes

Ein Teil des Höhlensystems besteht aus der Lavaröhre Cueva de los Verdes. Sie hat die gleiche Entstehungsgeschichte wie das zugehörige Höhlensystem. Die Cueva de los Verdes wurde im Jahre 1964 eröffnet. Sie beinhaltet ein Konzertsaal, der für bis zu 300 Menschen Platz bietet. Ein Rundgang durch die langen Röhren der Höhle dauert ca. 40 Minuten. Während des Rundgangs wird gregorianischer Gesang gespielt. Die Cueva de los Verdes sind über einen getrennten Eingang neben den Jameos del Agua zu erreichen. Die Eintrittskarte gilt nicht für beide Einrichtungen!

Jameos del Agua Konzert

Flora und Fauna

Das Höhlensystem bietet einen unterirdischen See, indem die Albino Krebsart „Munidopsis polymorpha“ lebt. Die 1,5 cm großen Krebse kommen normalerweise nur in einer Tiefe von über 2000 Metern vor. Das interessante: Diese Krebsart ist ausschließlich in Lanzarote beheimatet.

Jameos del Agua Röhre

Von dem Unterirdischen See kann man über eine Treppe ein überirdisches Schwimmbecken in Südseekulisse erreichen, welches heute nicht mehr zum Baden verwendet wird. Entlang der Treppe und am Schwimmbecken finden sich sehr seltene Pflanzen und ein künstliche angelegter Wasserfall. César Manrique entwarf das Schwimmbecken nur für diese Umgebung.

Jameos del Agua Pool

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über das Höhlensystem: http://www.centrosturisticos.com/centros/CENTROS/published_dt/DEFAULT/jameos_agua_2522.html, https://de.wikipedia.org/wiki/Jameos_del_Agua

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Der Timanfaya Nationalpark

Der Parque Nacional de Timanfaya, (dt. Timanfaya Nationalpark), oder auch Montañas del Fuego (dt. Feuerberge) ist ein ca. 5100 ha großer Nationalpark auf der Kanareninsel Lanzarote.

Timanfaya Trekking

Geführte Wanderungen im Nationalpark
Bildnachweis: Turismo Lanzarote, www.turismolanzarote.com

Die Geschichte des Timanfaya Nationalparks

In den Jahren vom 01.09.1730 bis zum 16.04.1736 began fand eine sechs Jahre dauernde Eruptionsphase statt, bei der mehr als 300 Krater aus ca. 100 Vulkanen ausgebrochen sind. Das Eruptivmaterial bedeckte ca 167 km² der Insel. Parallel zu den Ausbrüchen gab es auch noch viele Seebeben.

Nach einer zehnjährigen Zeit mit zahlreichen Erdbeben in mittlerer Stärke fanden im Jahre 1824 die letzten Ausbrüche auf der Insel statt.

1950 wurde zum Besuch von General Francos eine asphaltierte Straße durch den Timanfaya Nationalpark gebaut. Heute kann mithilfe dieser Straße eine 14 Kilometer lange Busrundfahrt unternommen werden. Mit dem eigenen Leihwagen darf die Straße nicht befahren werden.

1974 wurde das Gebiet zu Spaniens achtem Nationalpark erklärt.

1990 wurde am Montaña de la Cinta eine Gedenktafel zu den Vulkanausbrüchen errichtet. Die Tafel ist dem ehemaligen Pfarrer Don Andrés Lorenzo Curbelo der Gemeinde Yaiza gewidmet, der die Vulkanausbrüche in schriftlicher Form festgehalten hat.

Der Timanfaya Nationalpark heute

Heute ist die Insel zu ca. 3/4 mit Lava bedeckt. Das Gebiet des Timanfaya Nationalparks ähnelt einer Mondlandschaft. Da Pflanzen auf dem Malpaís (schlechten Land) nur sehr schwer wachsen, hält sich die Vegetation stark in Grenzen.

Durch starke Kontrollen, kann man das Gebiet nur via Bustour, mit geführten Wanderungen oder mit geführten Kameltouren das Gebiet erkunden. Foto und Videoaufnahmen sind zu jedem Zeitpunkt erlaubt.

Bei einer Tour durch den Timanfaya Nationalpark darf ein Besuch im Restaurant „El Diablo“ nicht fehlen. Es wurde von César Manrique entworfen und befindet sich zwischen den Feuerbergen. Das Highlight des Restaurants ist der Naturgrill, der durch die Wärme eines aktiven Kraters betrieben wird.

In der nähe des Ortes Tinajo gibt es ein Besucherzentrum in Form eines Museums. Ein Besuch ist sehr empfehlenswert, wenn man noch mehr über den Nationalpark erfahren möchte. Der Eintritt ist kostenlos!

César Manrique hat auch den „El Diablo“, das Logo des Timanfaya Nationalparks entworfen.

Timanfaya

„El Diablo“, das Logo des Nationalparks
Bildnachweis: Turismo Lanzarote, www.turismolanzarote.com

Auf der folgenden Seite finden Sie weitere Informationen über das Gebiet: http://www.centrosturisticos.com/

Das Leben von César Manrique

César Manrique Cabrera (1919 – 1992) war ein aus Lanzarote stammender Künstler, der das Bild der Insel entscheidend veränderte.

César Manrique

César Manrique,
Bildnachweis:
Fundación César Manrique

Geschichte

Er wurde am 24. April 1919 in der Inselhauptstadt Arrecife geboren. In Teneriffa absolvierte er an der Universität von La Lagua ein Studium zum Bauingenieur. 1942 hatte er seine erste künstlerische Ausstellung in Arrecife. Zu diesem Zeitpunkt war er 23 Jahre alt.

1950 schloß er die Kunstakademie in Madrid mit einem Meistertitel für Zeichnen und Malen ab.

1964 zog er nach New York und bekan ein Stipendium für das Studium der amerikanischen Kunst am International Institute of Art Education. Zudem hatte er drei Einzelausstellungen an der Galerie Catherine Viviano in New York.

1966 zog er zurück nach Lanzarote. Zu dieser Zeit begann der Tourismus auf der Insel. Er förderte ein nachtaltiges Interventionsmodell, welches das natürliche und das kulturelle Erbe der Insel schützen sollte. Das Modell war entscheidend dafür verantwortlich, dass die UNESCU im Jahre 1993 Lanzarote zum Biosphärenreservat erklärte.

Er starb am 25. September 1992 im Alter von 73 Jahren an einem selbstverschuldeten Verkehrsunfall. Der Unfall geschah ca. 45 Meter vor seiner Stiftung in Tahíche. Am Unfallort wurde ein Kreisel mit einem Windspiel gebaut. Er wurde auf dem Friedhof des Ortes Haría beerdigt.

Fundación César Manrique

Ca. 1,6 km (Luftlinie) südlich des Ortes Tahíche befindet sich die Fundación César Manrique. Dies ist eine Stiftung, die sich im ehemaligen Wohnsitz von César Manrique befindet, welches er 1968 nach seiner Rückkehr aus New York baute. Dort lebte er bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1992. Er machte das Haus noch vor seinem Tod als Museum öffentlich.

Auf den folgenden Internetseiten erfahren Sie noch mehr über die Stiftung: fcmanrique.org, https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9sar_Manrique

Casa-Museo César Manrique in Hária

In dem Dorf Hária kann das letzte Wohnhaus des Künstlers besichtigt werden. Der Eintritt kostet 10€. Jedoch gehen diese Einnahmen an die Stiftung. Vor dem Betreten des Hauses erhält man einen kleinen Reiseführer wo Hintergrundinformationen zu jedem Raum geschrieben stehen. Meine Empfehlung ist es mit dem Taxi oder Bus anzureisen, da die Parkplätze ziemlich knapp und die Straßen sehr eng sind.

Werke

Auf weiteren Informationsseiten dieser Internetseite gehe ich auch auf viele bekannte Werke ein. Seine Werke sind nicht nur auf Lanzarote vertreten. Auch die Nachbarinseln und sogar andere Länder durften in den Genuss seiner Kunst kommen.

Lanzarote Sehenswürdigkeiten: Salinas de Janubio

Die Salinas de Janubio ist derzeit (Stand: 2015) die größte Salzgewinnungsanlage der Kanarischen Inseln. Sie liegt in der Gemeinde Yaiza und ist auf der Straße LZ-2 (Hauptstraße richtung Playa Blanca) unübersehbar.
Salinas de Janubio

Geschichte der Salinas de Janubio

Im Jahre 1895 wurden die Anlage als Familienbetrieb von umliegenden Bauern angelegt. Der Standort bot sich durch eine Landzunge und natürliche Salzablagerungen an. 1915 wurde das System der Anlage vergrößert und verbessert. Bis zu den 1970ern wurden bis zu 10000 Tonnen Atlantiksalz mithilfe von mehr als 100 Mitarbeitern gewonnen. Damals wurde das Salz häufig zur Konservierung von Fischen verwendet.

Funktionsweise

Die Saline setzt Becken und Windmühlen ein. Dies macht die Anlage von der angrenzenden Küstenlinie unabhängig.

Heute ist das Gebiet der Salinen ca. 44 Hektar groß. Dieses setzt sich wie folgt zusammen:

23 Hektar „calentadores“

In den „calentadores“ wird das Salz konzentriert.

21 Hektar „pocetas“

In den „pocetas“ verdampft das restliche Wasser, sodass nur das Salz zurückbleibt.

Die meiste Arbeit übernehmen die Mühlen. Diese transportieren das Meerwasser in die „cocederos“ Becken, wo das Wasser verdampft wird. Danach wird es in die „tajos“ Becken transportiert, wo es bis zur vollständigen Gewinnung des Salzes, oder auch „Kristallisation“ verdampft.

Das Verdampfen des Meerwassers geschieht durch den natürlichen Effekt von Sonne und Wind.

Heutige Verwendung

Die Anlage ist bis heute aktiv und ist immernoch ein Familienbetrieb. Allerdings arbeiten dort heute nur noch ca. 10 Salzbauern, die pro Jahr ca. 2000 Tonnen Salz gewinnen.

Das gewonnene Salz wird noch heute zur Fischkonservierung genutzt. Es findet sich aber auch als Speisesalz in lokalen Restaurants und Supermärkten. Das Salz lässt sich sogar online erwerben.

Ökosystem

Das gute natürliche Ökosystem der Anlage führte dazu, dass die Salinen 1987 zur „Paraje Natural de Interés Nacional del Janubio“, also Naturlandschaft von nationalem Interesse erklärt wurden. 1994 wurde die Anlage als „Sitio de Interés Científico“, also Gebiet von wissenschaftlichem Interesse klassifiziert.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Anlage: http://www.turismolanzarote.com/de/detalle_de_lugar.jsp?ID=5527, https://de.wikipedia.org/wiki/Salinas_de_Janubio